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Newsletter Corporate/M&A Issue 1|2018
Direct market plus der Wiener Börse: Für Wachstumsunternehmen und den Mittelstand eine echte Alternative

17.09.2018
Wer das Wort „Börse“ hört, denkt hierzulande oft an Riesen-Konzerne. Dabei gibt es gerade in jüngster Zeit zahlreiche gesetzgeberische Initiativen, um die Börsen in Europa für Wachstumsunternehmen und Mittelständler deutlich attraktiver zu machen. Die Wiener Börse hat darauf rasch reagiert und mit dem neuen „direct market“ und „direct market plus“ ihren ungeregelten Markt neu gestaltet (siehe https://www.wienerborse.at/uploads/u/cms/files/emittenten/boersegang/wiener-boerse-direct-market-plus-ihr-einfacher-kapitalmarteinstieg.pdf).

Im Gegensatz zum Amtlichen Handel der Wiener Börse hat der Gang in den „direct market“ oder „direct market plus“ der Wiener Börse zwei entscheidende Vorteile:

  1. Die einmaligen Kosten für die Einbeziehung sind deutlich reduziert, weil man nicht zwingend einen von der FMA zu billigenden Kapitalmarktprospekt braucht.

  2. Die Folgekosten der Einbeziehung betragen nur einen Bruchteil, weil nur die Marktmissbrauchsverordnung zu beachten ist; andere Pflichten wie Regelpublizität, Übernahmegesetz und weite Teile des Börsegesetzes gelten dagegen für Emittenten im „direct market“ oder „direct market plus“ nicht.

Warum Sie einen solchen Schritt in Erwägung ziehen sollten? Als Wachstumsunternehmen könnten Sie die Börseeinbeziehung etwa mit einem öffentlichen Angebot von Aktien verbinden und so Ihre Eigenkapitalbasis deutlich stärken. Bis zu einem Angebotsvolumen von EUR 2 Millionen brauchen Sie in Österreich auch dafür keinen Kapitalmarktprospekt mehr, sondern es reicht ein Informationsblatt nach dem Alternativfinanzierungsgesetz (betreffend Details zu den diesbezüglich kürzlich erfolgten Änderungen siehe auch https://www.wirtschaftsanwaelte.at/kaptialmarktprospekte-erleichterungen-bei-der-wachstumsfinanzierung-in-sicht/).

Als solides mittelständisches Unternehmen könnten Sie mit Nachfolgethemen konfrontiert sein. Sie als Gründer, Gesellschafter-Geschäftsführer etc möchten kürzer treten, in der Familie ist kein Nachfolger in Sicht, Ihr Lebenswerk komplett zu verkaufen ein furchtbarer Gedanke … Bringen Sie Ihr Unternehmen in die Rechtsform einer AG, ziehen Sie sich selbst in den Aufsichtsrat zurück und verkaufen Sie einen Teil Ihres Unternehmens im Zuge eines „Börsegangs light“ über ein öffentliches Angebot an eine Vielzahl von Menschen. Zentraler Vorteil: Sie können einen beträchtlichen Teil Ihres Unternehmens „zu Geld machen“, Sie und Ihre Nachkommen haben aber weiterhin großen Einfluss (börsenotierte Unternehmen kann man bei kluger Gestaltung mit 20-30% Beteiligung maßgeblich beeinflussen).

Als Listing Partner und Capital Market Coach der Wiener Börse stehen wir jederzeit gern zur Verfügung, Sie bei diesbezüglichen Überlegungen zu unterstützen. Machen Sie sich bei Interesse einfach einen Termin für ein kostenloses Sondierungsgespräch zum Thema aus.

Mag. Gernot Wilfling