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Konfliktvermeidungs- und Konfliktlösungsmechanismen in Privatstiftungen

So sinnvoll Privatstiftungen als Instrument der Vermögensweitergabe sind, erweisen sie sich mitunter als Schmelztiegel gegenläufiger Interessen. Generationenwechsel, Pflichtteilsansprüche, divergierende Vorstellungen über die Vermögensveranlagung, Streitigkeiten mit dem Stiftungsvorstand oder zwischen den Familienstämmen sind nur einige Reibungspunkte, die sich ergeben können.

Allzu oft werden diese Reibungspunkte – auch mangels anderweitiger Möglichkeiten der Rechtsdurchsetzung - letztlich über den Stiftungsvorstand ausgetragen. Das hat wiederum zur Folge, dass es zukünftig womöglich schwieriger werden wird, adäquate Personen für dieses Amt zu finden. Restriktive Vergütungsregelungen in den Stiftungserklärungen machen die Situation nicht einfacher. Letztlich haben daher alle Stiftungsbeteiligten, nämlich Stifter, Stifterfamilie, Begünstigte und Mitglieder des Stiftungsvorstandes ein Interesse daran, Konflikte möglichst hintanzuhalten. Da bei einer auf viele Jahrzehnte angelegten Organisation wie der Privatstiftung Konflikte aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden können, muss die Stiftungserklärung Möglichkeiten zur Konfliktbewältigung schaffen. 

DDr. Katharina Müller
Dr. Martin Melzer